1960 – 1974

1960 12. Juni:Feierliche Grundsteinlegung und Weihe des Grundsteines durch Dekan Kübler aus Wernau. In dankbarem Andenken an das Gastrecht in der kleinen Friedhofskirche, die St. Johannes dem Täufer geweiht ist, erhält das neu Gotteshaus den Namen „St. Johann Baptist“.

8. November: Richtfest des Kirchturmes. Vorfinanziert durch die Firma Wolff & Müller (nur so erhielt man die Genehmigung von Rottenburg; der Turm wurde dann erst zehn Jahre später ohne Berechnung von Zinsen bezahlt). Die Eisenkonstruktion für die Turmspitze wird aufgesetzt. Hersteller ist Schmiedemeister Heinz Kobloch aus Stuttgart-Degerloch. Die Seelsorgestelle Berkheim kommt zu Denkendorf. Scharnhausen wird wieder Neuhausen zugeordnet.

1961 24. Januar: Richtfest des Kirchenbaues. Dachträger aufgesetzt (Maschinenfabrik Esslingen).

11. Juni: Glockenweihe durch Herrn Dekan Kübler. 2 Glocken (C und D), gestiftet von der bürgerlichen Gemeinde Denkendorf und Herrn Gottlieb Eppinger, Denkendorf. Hersteller: Gebrüder Bachert, Bad Friedrichshall. Durch Hilfe des Bischöflichen Ordinarates kann eine Kleinorgel mit 9 Registern und 508 Pfeifen angeschafft werden. Erbauer: Firma Rieger, Schwarzach / Vorarlberg.

24./25. Juni: Weihe der Kirche durch Bischof Dr. Carl Joseph Leibrecht. Denkendorf hat 6.423 Einwohner, davon 1.842 Katholiken.

1. August: Erhebung der Seelsorgestelle St. Johann Baptist zur selbstständigen Pfarrei. Ab diesem Jahr finden regelmäßige Fronleichnamsprozession mit Kirchenchor und Musikverein Denkendorf statt.

1961 – 1962: Das Pfarrhaus wird ganz in Eigenleistung gebaut. Männer, Frauen und Kinder helfen, wie schon beim Bau der Kirche, fleißig mit. Besonders sind Bauführer Roland Seidel und Martin Wächs zu erwähnen. In den drei Gemeinde- und Jugendräumen in Pfarrhaus und Kirche entfaltet sich ein reges Gemeindeleben zum geistigen Aufbau der Gemeinde: Frauengruppe, Altennachmittag, Aufbau eines Besuchdienstes mit 10 Frauen, die Neuzugezogene, Kranke und Ältere ab 70 Jahre zum Geburtstag besuchen. Die Jugendarbeit blüht in eigenen Räumen mit Jungschar- und Jugendgruppen auf. Jedes Jahr Ski- und Sommerfreizeiten für Kinder und Jugendliche in Ragall, Marul, Silbertal, sowie Fahrten mit der Jugend nach Ronchamp, Flüelen, Hubertushau u.a.

1962 August: Über dem Kirchenportal wird das Betonrelief (8×4 Meter), das Johannes den Täufer darstellt, angebracht. Geschaffen von Bildhauer Gottfried Gruner, Musberg, Leinfelden-Echterdingen. Es zeigt Johannes den Täufer als Wegbereiter des Herrn, als „Mensch von Gott gesandt, der Zeugnis geben soll von dem Lichte“ (Joh 1,6.7).30. September: Investitur von Pfarrer Peter Mettenleiter.

19. November: Wahl des Kirchenstiftungsrates, 2. Vorsitzender Johann Seidel. Dezember: Einbau der Kreuzwegfenster, gestaltet von der Künstlerin Traute Gruner, Stuttgart-Vaihingen. Dem Altar gegenüber befindet sich das 12 Meter hohe Tauffenster (Stiftung der Forschungsgesellschaft für Chemiefaserverarbeitung). Folgende Figuren werden erworben und bereichern die Kirche: Kruzifixus aus Neuhausen – Kirchenpatron Johannes der Täufer aus der Schweiz – Madonna aus Lautlingen – Pieta aus Spanien – Hl. Antonius, geschaffen von der Bildhauerin Gisela Bär

1963 28. April: Kirchenkonzert (Laudate Dominum) mit Kirchenchor, Orchester und Solisten.
1965 Im Juli: Schwester Angelika Schweiger kommt als 1. Seelsorgehelferin in die Gemeinde (bis 1973).
1966 9. Oktober: Kirchenkonzert mit Kirchenchor, Posaunenchor CVJM Denkendorf und Orchester des CVJM Esslingen. Der Erlös ist für den Kindergartenbau bestimmt. Beginn einer fruchtbaren ökumenischen Zusammenarbeit mit Pfarrer Jürgen Braun, dem ersten Pfarrer der neuerbauten evangelischen Auferstehungskirche.3. November: Einweihung des Gemeindehauses und des Kindergartens St. Martinus. Auch hier wieder viel Eigenleistung von Seiten der Gemeindemitglieder. Ab diesem Jahr wird der Gemeindesaal für regelmäßig wiederkehrende Aktivitäten genutzt wie: Sitzungen des KGR, Ausschüsse und Arbeitsgruppen, Proben des Kirchenchores Kinder- und Jugendchores, Martinsfest, Gemeindefasching, Gemeindeversammlungen, Mittwochskreis, Frauenkreis, Vorträge, Sonntagsfrühschoppen mit Gesprächen über aktuelle Themen (bis zu 60 Teilnehmern), Jugend- und Ministrantenveranstaltungen (auch im Raum bei der Sakristei), Kindergruppen u. a.

Die Pfarrbücherei wird eingerichtet.

Erstmals wird ein Krankentag durchgeführt.

1967 Februar: Errichtung einer Vikarstelle. Kaplan Zimmermann. Vikar Mirko Soric. Diakone: H. Lohmann, H. Linner, H. Gerlach.

5. November: Kirchenkonzert mit Kirchenchor, Posaunenchor des CVJM Denkendorf und Orchester des CVJM Esslingen. Der Erlös ist für den Kindergartenbau bestimmt.

1968 7. April: Wahl des 1. Kirchengemeinderates, gemäß dem Konzil. Das Konzil ist nunmehr maßgebend für die Pastoralarbeit. 1. Vorsitzender Pfarrer Peter Mettenleiter, 2. Vorsitzender Johann Seidel.
1970 24. Mai: Kirchenkonzert mit Kirchenchor, Kammerorchester CVJM Esslingen, Solisten und Orgel. (An der Orgel: Peter Lauterbach)
1971 21. März: Wahl des 2. Kirchengemeinderates. 1. Vorsitzender Pfarrer Peter Mettenleiter, 2. Vorsitzender Herr Berner.

25.- 27. Juni: Feier des 10jährigen Kirchweih-Jubiläums. Ausgabe einer Festschrift. Vollendung der Kreuzwegfenster mit dem Auferstehungsfenster in der Werktagkapelle, von Traute Gruner, Musberg, Leinfelden-Echterdingen. Das Rot ist Symbol der intensiven Gegenwart, das Weiß Zeichen der Stille und Reinheit.

1972 Januar: Vikar Giuseppe Redigolo (ab Juli 1972 Kurat in Berkheim).
1973 In zwei großen ökumenischen Veranstaltungen (ev. Auferstehungskirche und kath. Johanneskirche) berichtet Pfr. Braun und Pfr. Mettenleiter mit Dias über ihre Gemeinsame Missions- Besuchsreise nach Borneo/ Indonesien, der Geburtsheimat von Pfr. Braun.
1974 April: Pfarrer Peter Mettenleiter verlässt die Gemeinde. Er wird Missionar in Guatemala.

23. Juni: Investitur von Pfarrer Anton Durner.

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